Pfarrkirche „St. Gotthardi”
in Kaisershagen
Die Kirche steht im deutlichen Dorfmittelpunkt eines der wenigen Thüringer Ringdörfer. Sie ist dem heiligen Gotthardi geweiht, der Namensgebung nach der im Glauben fest zu Gott steht. Um 960 in Niederbayern geboren wurde er im Stift der Benediktiner Prior und später Abt. Durch seine sittliche und geistige Moral sorgte er für Anhebung des Ansehens der Klöster. Er verstarb 1038 und wurde gut 100 Jahre später heilig gesprochen.
Die Kirche in Kaisershagen ist dem Typ nach eine einfache Saalkirche mit einbezogenen quadratischen Turm. Das rechteckige Kirchenschiff ist 1839 als einschiffiger Saalbau gemeinsam mit dem Turm nach einem Ortsbrand neu eingerichtet wurden. Die Umfassungswände sind aus Bruchsteinen und Eckquadern errichtet. An der Nordseite sind 5 spitzbogige Fenster mit Sprossenwerk und eine gleichförmige Türausbildung. An der Westseite sind 3 spitzbogige Fenster und eine gleichförmige Tür. Im Giebelfeld darüber befindet sich ein Rundfenster.
Die Innengestaltung ist schlicht und einfach, geriebener Putz auf Lehmwetterdecke.
Bedeutendes Inventar der St. Gotthardi Kirche ist ohne Zweifel der um 1760 entstandene Kanzelaltar, der von der Margareten Kirche aus Mühlhausen übernommen wurde.
Im Inneren der Kirche hat sich in den letzten Jahren viel getan. Sie ist eine richtige Augenweide im Vergleich zu vergangenen Jahren geworden.
Das haben wir den vielen spendenfreudigen Bewohnern Kaisershagens, der Denkmalpflege, dem evangelischen Kirchenkreis, dem persönlichen Einsatz vieler Kaisershagenern und Herrn Pfarrer Moritz zu verdanken.
Besonders verdient gemacht haben sich Horst Herz, Herbert Fuchs und Dr. Detlef Görbig, um nur einige zu nennen. Durch ihren persönlichen Einsatz sind neue kleine Leuchter an den Seiten der Kirche und der große in der Mitte nach alten Fotos nachgearbeitet wurden. Die Bänke, Türen und die Sakristei wurden mit Farbe versehen. Das Rosettenfenster an der Stirnseite neugestaltet. Der Deckenbereich und die Empore wurden von einer Malerfirma restauriert. Doch das Schmuckstück der Kirche bleibt und ist der Altar. Er wurde liebevoll vom Restaurierungsatelier Goldstein renoviert und restauriert. Zwei Figuren die nicht zum Altar gehören stehen extra. Die Behindertenwerkstätten lieferten die Auflagen für die Bänke. So konnte zu Pfingsten 2003 schon der erste Gottesdienst in einem angemessenen Ambiente gefeiert werden. Seit 2004 ist die Kirche fertiggestellt und die Schulden für die aufwendigen Renovierungsarbeiten für die St. Gotthardi Kirche sind seit Anfang 2005 getilgt.
Allen genannten und nichtgenannten fleißigen Helfern, Geldgebern und Sponsoren sei nochmals recht herzlich für ihre tatkräftige Unterstützung zur Renovierung unserer Kirche gedankt.
E. Vogt